Unterwegs im Spa-Himmel

img_2005Ich entspreche was Wellness und Beauty anbelangt bei Weitem nicht der ‘Norm-Frau’. Ich gehe nicht gerne – aber trotzdem regelmässig zum Friseur – und der Besuch bei einer Kosmetikerin steht nicht oben auf meiner Wunschliste, äh, eigentlich gar nicht. Ich bin für solche Dinge irgendwie zu ungeduldig und überhaupt. Wieso auch immer, ich mag es nicht, wenn mir fremde Menschen derart nahekommen. Die Sache an sich ist mir wichtig, aber nicht sooo wichtig. Wir werden alle älter, in Würde oder auch nicht – wir sprechen in ein paar Jahren nochmal drüber.

Bitte nicht falsch verstehen, ich pflege mich (meine Lieblingsaugencreme ist mir z. Bsp. sehr wichtig) und ich bin auch wirklich sehr dankbar, dass es Concealer & Konsorten gibt. Bei Masken läßt die Euphorie dann schon und schnell wieder nach. Ich habe ja nichts gegen den sogenannten Soforteffekt, aber wenn ich überhaupt mal an eine Maskerade denken würde, wäre es eher am Abend vor dem Schlafengehen und da ist der Effekt bis zum nächsten Morgen wieder weg, lohnt sich also nicht, daher lasse ich es gleich. Nachts sind alle Katzen grau, oder so ähnlich. Am Abend kommt bei mir eh nur ein Serum oder – wenn ich es mal so richtig krachen lasse – ein Ampulle auf die Haut und meine geliebte Augencreme und fertig ist die Laube. Morgens stehe ich unter Volldampf und jeder Handgriff ist durchgetaktet, da habe ich keine Ruhe für das gewisse Extra an Pflege in Form einer Maske.

Da freue ich mich umso mehr, dass ich per Zufall die liebe Hülya kennengelernt habe. Sie führt im Herzen von Frankfurt – in der Goethepassage zwischen der Goethestrasse und der Fressgass’ – Ihr äussert schnuckeliges Day Spa , das Palace Day Spa & Cosmetics. Hier wird in Sachen Beauty & Wellness die volle Palette angeboten, egal ob Frau oder Mann, hier gibt es den Anforderungen entsprechend für jeden etwas tolles.

Nun war ich ‘die Tage’ bei meiner zweiten Mikrodermabrasion (ein schonendes Intensiv-Peeling für glatte und strahlende Haut mit anschließender Ultraschallmassage und konzentrierter Pflege). Ja genau richtig, das steht ‘zweiten’ ! Das will was heißen: Ich komme freiwillig wieder, denn ich fühle mich in Ihren Händen und denen Ihres Teams pudelwohl und die Behandlung tut meiner Haut sehr gut. Wir verstehen uns bitte richtig, Familie und Freunde erkennen mich noch, aber meine Haut sieht einfach ebenmässiger und strahlender aus. Wirklich ganz, ganz toll.

Vielen Dank liebe Hülya für Deine Überzeugungsarbeit, ich komme sehr gerne ein drittes Mal !

 

 

Ein neues Hotel ‘in Town’

img_1048Dankenswerterweise habe ich bis zum jetzigen Zeitpunkt schon wirklich viel von der Welt sehen dürfen. Da hat es jetzt ganz besonders viel Spaß gemacht, ein neues Hotel – quasi direkt vor der Haustür in Frankfurt-Sachsenhausen – genauer in Augenschein nehmen zu dürfen. Damit sich jetzt jeder schön einlesen kann – bittesehr: deraghotels.de Frankfurt

Die House-Warming-Party fand am 29.11.2016 statt, sehr lecker bekocht von Mirko Reeh mirko-reeh.com und mit toller Musik von Fabrizio Levita fabriziolevita.de ging es munter durch den Abend und das Hotel. Zimmer und Apartements gibt es von klein bis gross, gerne gekrönt von einem tollen Ausblick auf die Frankfurter Skyline, was mir persönlich das Herz aufgehen läßt, auch wenn das für mich alltäglich ist, also die Skyline. Die zentrale Verkehrsanbindung, ein tolles und cleanes – aber dennoch gemütliches Design – der Zimmer, will der Vollständigkeit halber auch erwähnt sein.

Was aber wirklich innovativ ist – Achtung, jetzt kommt es – ist das Entree. Beim Betreten des Hotels im Erdgeschoß steht man direkt in einem riesengroßen Wohnzimmer (= Living Room). Sehr cool ! Hier verschmelzen Lobby, Bar, Lounge, Küche usw. zu einer toll in Szene gesetzten Räumlichkeit zusammen. Die Gästebetreuung erfolgt durch charmante und versierte Gastgeber (=Host), wie selbstverständlich.

Ich hatte am Eröffnungsabend das Gefühl bei Freunden zu Hause zu sein. Besser kann es für ein Hotel ja nicht laufen. Wenn der Gast auscheckt und wirklich gerne wieder kommt, ist das Beweis genug.

Wenn wir zukünftig Freunde zu Besuch haben, werde ich denen – aber nur den wirklich Guten 😉 – gerne dieses Haus ans Herz legen.

Und übrigens, nicht daß hier jemand auf falsche Gedanken beim Anblick des Fotos kommt. Der ‘feel good room’ ist bitteschön der Fitness-Raum – Functional Training auf höchstem Niveau. Vielleicht kann ich mich da mal reinschmuggeln, das sah wirklich sehr cool aus !

 

 

Neulich bei der Blutabnahme

Ab und an sollte man ja mal sein Blutbild checken lassen. Mit zunehmendem Alter auch gerne etwas öfter. Ist ja auch eine einfache Sache – eigentlich. Für den Patienten bedeutet das – wenn es gut läuft – ein Pieks und wenig später ist man im Bilde über die eigene körperliche Verfassung.

Und jetzt hole ich erstmal wieder ein bischen aus. Ich gehöre ja zum ‘zunehmenden Alter’, habe bis hierhin schonmal das ein oder andere – auch in gesundheitlicher Hinsicht – erlebt, 2 Kinder aus mir rausgepresst (leider ohne Spinalanästhesie) und so weiter und sofort. Ich bin jetzt also nicht die Supermemme, habe aber einen gewissen Respekt vor medizinischen Dingen.

Da sitze ich also wieder mal beim Hausarzt und habe ein Date mit der zuständigen MTA, zur Blutabnahme. Kurzer Blick auf meine Arme: ‘Ja, ahaaa … mmmh … (Schweigen) das sieht ja ganz gut aus (ja danke finde ich auch, meine Arme sind ganz ok, Yoga und so), aaaberrrr …’.

Wie meinen ? Das Wörtchen ‘aber’ hat mich am frühen Morgen – wohlgemerkt ohne Kaffee und Frühstück der Nüchternheit wegen – blitzartig wach werden lassen. Ich wollte die Sache einfach nur schnell, sauber und professionell hinter mich gebracht haben und nicht das Zweifeln in der Stimme der MTA hören und – Achtung – dazu noch ihre grosse Augen sehen. Also weiter im Text: ‘Aberrrr, sieht so aus, als haben sie Rrrrollvenen’. Das mußte erstmal sacken. Ich bin sensibel und wenn man mit Ende 40 plötzlich Rollvenen haben soll, das muss verarbeitet werden. Hat mir bis dato noch keiner gesagt, hat auch noch keine grösseren Ausfälle bei vergangenen Blutabnahmen gegeben. Ausserdem mal ehrlich, wenn ich Vene wäre, würde ich mich auch mal geschmeidig zur Seite rollen, wenn bei mir jemand mit spitzer Nadel anklopft.

Rollvenen, ok,  ich lerne gerne dazu – und Achtung – aberrrr bei medizinischen Fertigkeiten und Finessen muss ich nicht alles bis ins kleinste Detail wissen. Über die groben Eckdaten bin ich gerne im Bilde, ein zu viel an Information überfordert mich. Ich bin ein fantasievoller Mensch und mein Gehirn stellt ohne zu Fragen, einfach so, passende Bilder parat. In diesem Fall – nicht schön. Zu spät, diverse Ausführungen zum Thema schwierige Blutabnahme haben sich auf meiner Festplatte verewigt und zwar für ever, ever, ever.

Also, der erste Stich war ein Treffer – ich habe innerlich schon aufgeatmet. Leider habe ich mich zu früh gefreut, der Blutfluss stoppte einfach jäh und die Dame vom Fach bohrte mit gewisser Vehemenz an Ort und Stelle erfolglos noch ein bischen nach. Nadel raus, kurz drücken, Pflaster drauf und ab zum anderen Arm. Neuer Arm, neues Glück: Auch der zweite Stich war ein Treffer, gratuliere, diesmal war ich allerdings weitaus vorsichtiger mit dem Aufatmen. Ich habe lieber mal unauffällig die Luft angehalten, nicht dass mein Atemverhalten die Ursache für den Blutstopp war. Glück gehabt, die nötige Menge Blut war vorhanden, Nadel raus, und ‘nee, sie brrrauchen nicht viel drrrrücken, da kommt ja nichts mehrrrr’. Pflaster drauf und ab dafür. Wenige Minuten später merke ich beim Autofahren ein Ziehen in der Armbeuge des zweiten Piekses und es wurde an Ort und Stelle auch so feucht und wohlig warm. Ich dachte mir: So schnell läuft man ja nicht leer, aber ich war froh, mein Ziel in unmittelbarer Nähe zu wissen. Der weitere Blutverlust hätte locker noch zwei, drei weitere Röhrchen gefüllt oder die Blutspende hätte mich mit offenen Armen empfangen und mit Handschlag begrüßt, kein Drama, der Körper produziert ja schnell nach. In Zeiten von hochleistungsfähigen Waschmaschinen ist auch die Sauerei ebenfalls schnell behoben. Allerdings der Bluterguß an dieser Stelle braucht sicherlich ein bischen länger, bis er nach seinem beeindruckenden Farbspiel verschwunden sein wird.

Am gleichen Tag war ich übrigens noch beim Zahnarzt, dazu aber gerne ein anderes mal mehr !

Ein ganz besonderes Einkaufserlebnis …

Ich muss erstmal etwas ausholen: Kürzlich war ich mit einer Freundin bei einem Kollektionsverkauf, d.h. verschiedene Firmen bieten in mehreren Showrooms Mode der zukünftigen Saison zu Musterteilpreisen an oder aber auch mal Sachen, die weg sollen, müssen, dürfen – ich bin nicht branchenfremd. So weit, so gut.

Es findet sich für jeden Geschmack und für jeden Geldbeutel etwas, sofern man willig ist. Ich bin da vielleicht etwas speziell und kaufe wirklich nur das, was mir auch richtig gut gefällt, mich qualitativ überzeugt und was ich einfach gerne anziehen werde. Verkaufsfördernde Argumente wie, ‘Sie müssen so etwas haben, das ist nächste Saison der große Trend, das haben wir nur einmal’ usw. haben für mich den Effekt, wie etwas in der Richtung ‘Leggins trägt jetzt jeder’. Kann man, aber vor allen Dingen muss man nicht. Wie gesagt, ich bin nicht branchenfremd, umso schwerer hat es manchmal das Fachpersonal mit mir.

Also zurück zum Thema: Bei diesem Kollektionsverkauf gibt es keine bzw. lediglich improvisierte Umkleiden und die Möglichkeiten sich in einem Spiegel zu betrachten sind sehr begrenzt. Ich probiere also einen Pulli an, schönes Material, ein auf den ersten Blick nicht zu definierendes Muster (auf den zweiten auch nicht) – irgendwas zwischen Batik und Graffiti in dezenten Farben. Bei der Auswahl der Teile, die für eine Anprobe in Frage kämen könnten, kreisten schon auffällig vier Damen um uns rum. Diese Damen gesellten sich nun überaus präsent zu uns beiden. Und vorab: Meine Freundin darf alles, wirklich alles kommentieren.

Ich stehe also vor einem eher schlecht ausgeleuchteten Spiegel und überlege ob dieser Pulli den Weg in meinen Kleiderschrank finden wird, die Größe war prima nur beim Muster brauchte ich mal eine Minute. Da stehen eben diese vier Ladies nun neben meiner Freundin – frontale Sicht auf mich – aufgereiht wie eine Perlenkette und starren, starren und starren, damit nicht genug (mir war es bis dato schon mehr als zu viel), gekrönt wird das Gehabe dann durch die Bemerkung ‘Der kaschiert aber toll’ ! Habe ich die Null gewählt ? Sind wir zusammen die Treppe runtergefallen ? In beiden Fällen ‘Nein’.

Ich bin prinzipiell ein freundlicher Mensch, bin es auch geblieben. Ich habe den Damen aber deutlich zu verstehen gegeben, dass ich mich sehr freuen würde, wenn die Herrschaften weiterziehen und mit dem Anstarren aufhören könnten, da ich meine Entscheidung gut und gerne ohne vier weitere Augenpaare treffen kann und möchte. Meine Freundin hat sich im Geiste schon auf die Schenkel geklopft und mich für die Schlagfertigkeit gelobt.

Warum meinen manche Frauen sich vor Umkleiden solidarisieren zu müssen ? Mir ist das Fachpersonal oft schon zu viel. Es sieht nicht alles toll an mir aus, auch wenn da die bzw. der ein oder andere mir vielleicht etwas Gegenteiliges weismachen möchte. Da brauche ich nicht noch fremde Personen on top, die ihrer Meinung Luft machen wollen – völlig ungefragt – oder wie in meinem Fall völlig diskretionslos starren. Bitte erst mal melden und warten ob man drankommt – wie in der Schule 😉

Männer machen so etwas nicht. Ich habe das noch nie erlebt, dass ein Mann einem anderen beim Textilkauf beipflichtet oder abrät.

Wir hatten es letztens schon, ein bisschen Zurückhaltung an der richtigen Stelle ist oft förderlich. Und den Pulli habe ich nicht gekauft, ich habe nichts zu kaschieren 😂 !

Der Yogi in mir …

Ich gehe seit wirklich langer Zeit ca. 2 x pro Woche zum Yoga. Andere laufen Kilometer um Kilometer wo auch immer, stemmen Gewichte, betreiben alles möglich sonstige – der sportlichen Betätigung sind hierzulande keine Grenzen gesetzt. Ich habe im Laufe meines Lebens viel ausprobiert und betrieben, aber Yoga finde ich wirklich gut. Entschuldigung, wenn ich das so sage: Ich finde, ich bin gut in Schuss 😉 Allerdings habe ich Rückenprobleme (naja, das Alter), da ist diese Form von Muskelaufbau bzw. -unterstützung super, den Geist macht es – wie man so schön sagt – auch frei, ich bin superbeweglich und überhaupt – was will man mehr ? Wobei ich bitte erwähnen möchte, ich mag weder Räucherstäbchen und Konsorten, noch singe ich Chakren. Da hört für mich persönlich der Spaß auf, aber jeder wie er will.

Ich finde nur – und jetzt komme ich zum eigentlichen Thema – beim verspäteten Betreten des Yoga-Raums gilt eben nicht ‘jeder wie er will’. Da werden Spindschlüssel und Matte auf den Boden geknallt, dass die Erschütterung fast einem Erdbeben Stufe 4 auf der Richterskala gleicht und die Personen drumherum auf der eigenen Matte ungewollt eine Hüpfer machen. On top werden dann noch die Strassenschuhe positioniert, wo sie nichts zu suchen haben. Diese sind in der Regel draussen zu lassen – in keinem Sportkurs sind Strassenschuhe erwünscht, weder am noch neben dem Fuss. Vielleicht wird zwischendurch noch auf das Handy geschaut, mal schnell die mails checken und die Welt retten.

Ich kann gut bei mir bleiben und mir ist ansonsten total egal was der Nachbar macht (ich bin ja selber schon gross), aber da bin ich etwas – nennen wir es – empfindlich. Wenn ich denn zu spät bin, kann ich mich ja leise breit und bereit machen, da muss nicht gleich das komplette Umfeld davon lautstark in Kenntnis gesetzt werden. Da schätze ich durchaus ein gewisse Form von Unauffälligkeit.

Und zu guter Letzt ist es dann oft so: Die zu spät Gekommenen müssen dann meist auch lautstark früher gehen, die Welt retten oder so !