Gleitsicht mit Weitblick

*werbung

Ich bin schon länger ein guter Kunde beim Optiker und in diesem speziellen Fall meine ich nicht meine “eventuell” etwas umfangreiche Sonnenbrillen-Sammlung. Ich bin Kunde, weil ich entsprechende Hilfsmittel für meine Fehlsichtigkeit benötige. Mit zunehmendem Alter wird das ja nicht besser. Ich meine die Altersweitsicht, diese mischt seit geraumer Zeit kräftig mit. Der Nahbereich fing bei mir so Mitte 40 an, etwas unscharf zu werden, nicht sexy, aber so ist das einfach. Jetzt bin ich 52 und ein Ende ist noch nicht in Sicht.

“Die Alterweitsichtigkeit (auch Presbyopie) bezeichnet den fortschreitenden, altersbedingten Verlust der Nahanpassungsfähigkeit des Auges mittels Akkommodation. Ein scharfes Sehen in der Nähe ist deshalb ohne geeignete Korrektur nicht mehr möglich. Presbyopie ist dabei jedoch keine Krankheit, sondern ein normaler altersbedingter Funktionsverlust.” Das sagt Wikipedia dazu. Das Auge wächst halt weiter und dann wird es wie bei einer Kamera, die unscharf ist. Und ich kann dies genauso bestätigen; aus erster Hand. Beruhigend ist ja, dass es vielen so geht. Männlein, wie Weiblein.

Bei meiner Gleitsichtbrille habe ich bislang

schon immer Wert auf gute Gläser gelegt. Gleiches gilt für Kontaktlinsen. Ich trage nämlich auch gerne mal multifokale Linsen. Brillen kaufe ich prinzipiell nicht beim Discounter, das ist am Körper für meinen Körper und am falschen Ende gespart, kann es einen später evtl. an Gesundheit kosten. Qualität hat eben auch aus einem Grund ihren Preis. Wobei ich gebe es zu – und das hört jetzt kein Optiker gerne – ich habe auch an ein, zwei Stellen im Haus eine eher günstige Lesebrille mit fixer Sehstärke liegen. Für den Notfall, um gewappnet zu sein. Denn eins ist klar, die Wetterapp kann ich am Morgen ohne Hilfsmittel nicht mehr lesen. Ich kann die Daten erahnen und die Symbole von Wolke und Sonne vermag ich aufgrund der unterschiedlichen Farben noch zu differenzieren, aber Lebensqualität ist das für mich nicht mehr.

Bis auf meine Not-Lesebrille ist für mich ganz klar, es gibt für mich keine Alternative zur Gleitsicht. Ich möchte nicht verschiedene Brillen für verschiedene Alltagssituationen, wie z.B. Auto fahren, am PC arbeiten, ein Buch lesen usw. Ich entscheide mich hier ganz bewusst für das “Rundum-Sorglos-Paket” auf höchstem Niveau.

Qualität zahlt sich aus und unsere Augen werden uns danken, denn wir haben nur zwei davon. Wenn die nicht zuverlässig arbeiten können, wird es schwierig. Denn – jetzt kommt es – wir sehen eigentlich nicht mit den Augen, sondern mit dem Gehirn. Unsere Augen liefern lediglich die Rohdaten, aber das Gehirn wandelt das in nutzbare Informationen um und ermöglicht es uns, aus den Lichtreizen der Sehnerven uns dann eben ein Bild zu machen.
Meine letzte Augenmessung ist schon ein paar Jährchen her. Da kam es mir auch sehr gelegen, dass Rodenstock mich zu sich nach München eingeladen hat – in den hauseigenen Concept-Store. Die eigentliche Planung war für Mai vorgesehen, doch da hat uns Corona einen Strich durch die Rechnung gemacht. Wir verstehen uns bitte richtig: Mein jetziger Besuch im September verlief unter Wahrung aller Sicherheits- und Hygieneregeln. AHA!

Im schönen und modernen Concept-Store angekommen ging es nach einem ausführlichen Beratungsgespräch direkt an die Vermessung meiner Augen. Es ist ganz klar und es ist eigentlich mehr als logisch: Jedes Auge ist einzigartig, sowohl von der Form, als auch von der Sehfähigkeit. Beiden Augen führen sozusagen Eigenleben, und sind ein biologisches High-Tech Sehinstrument, ein Wunder der Evolution.
Hier kommt nun das allumfassende biometrische Augenmodell von Rodenstock ins Spiel.

Es gibt dabei zwei Systeme:

  • das periphere Sehen sorgt dafür, dass sich das Gehirn orientieren und Veränderungen wahrnehmen kann.
  • das zentrale Sehen bewegt sich zu jedem Punkt, den unser Gehirn auswählt.

Die Kombination aus beiden nutzt unser Gehirn für Handlungsentscheidungen, quasi im Teamwork.

Übrigens: 98% aller Gleitsichtgläser passen nicht perfekt zum Auge. Da ist also noch ordentlich Luft nach oben und davon mache ich mir jetzt mal ein eigenes Bild. Ich bin sehr gespannt, auf das was da kommt. Also, los geht’s:

Messung per DNEye® Scanners
Rodenstock hat sich zur Aufgabe gemacht, dass die statische Auffassung vom menschlichen Sehen überdacht werden muss, um hochpräzise Gleitsichtgläser anbieten zu können. Mit Hilfe des DNEye® Scanners werden tausende (ca. 7.000) Messpunkte im Auge gemessen, wie z.B. die Augenlänge, die Hornhautbrechkraft und -dicke, die Vorderkammertiefe, die Pupillengrösse, die Linsenbrechkraft und die Glaskörpertiefe. In meinem Fall sieht das dann u.a. so aus:

3-D Brillenvermessung
Es nutzen die besten Gläser nichts, wenn der richtige & individuell angepaßte Sitz der Gläser nicht existiert oder stimmt. Mit dem Rodenstock ImpressionIST®, einem 3D-Videozentriersystem, werden die dafür wichtigen Messdaten gesammelt. Mit Hilfe eines Spiegels und 2 Kameras werden verschiedene Parameter erfasst, wie z.B. der Abstand der Pupillen zueinander und deren Durchmesser. In diese Vermessung wird auch die spätere Fassung bereits mit einbezogen.

Klassische Vermessung
Nach der Erstellung des biometrischen Augenmodells, werden die Augen auch nochmal klassisch vermessen, mit der sog. Refraktionsmessung (wie ihr sicherlich wisst, nach Alvar Gullstrand). Die konsolidierten Daten werden dann digital in die Glasproduktion übermittelt. Die biometrischen Gläser können nun in die Produktion gehen. Das dauert in der Regel nur ein paar Tage. Brille on-demand, passgenau und einzigartig, eben wie meine Augen.

Nicht zu kurz kommt bei der ganzen Angelegenheit auch die Auswahl des passenden Brillengestells. Was nutzt alle Funktionalität, wenn die Optik nicht stimmt (Achtung, Wortspiel!). Viele schauen natürlich auf das Design einer Brille, aber allen voran geht es eben um die Optik und das beste für die Augen; wenn es dann noch toll ausschaut ist das ein Bonus.
Die Auswahl des Gestells geht bei mir meist ziemlich schnell. Meine Brille darf gerne sichtbar sein sowohl bei Form und Farbe- Rahmenlos muss nicht sein, im Gegenteil. Hier bietet Rodenstock eine schier unendliche Vielfalt an. Da ist für jeden Geschmack ganz sicher etwas dabei. Nachdem ich der Optikern meine Vorlieben erklärt habe, hat sie ganz schnell nach einer Sonnenbrille gegriffen und die Sonnenschutzgläser entfernt. Denn auch das geht. Ein Sonnenbrillengestell kann ebenfalls als Gestell für eine Korrekturbrille dienen. In meinem Fall ist es das Modell R3318 C145 – namentlich also gefühlt also der R2D2 (oder C3PO?) unter den Brillen. Das Gestell ist aus dunkelbraunen, italienischem Acetat (Farbe: darkhavana). Bei Rodenstock wird auch hier auf sehr gute Qualität geachtet. Acetat ist nicht gleich Acetat. Ich finde den Unterschied sieht man einfach.
Meine fertige Brille halte ich knapp 8 Tage später in meinen Händen und bin sehr gespannt. Der erste Eindruck ist bekanntlich oft der wichtigste. Und ich kann nur sagen, ich war und bin es immer noch: Ich bin einfach begeistert.

Es folgte lediglich die finale Anpassung, d.h. Überprüfung des Sitzes auf meiner Nase und den Ohren durch einen Rodenstock-Optiker vor Ort, in meinem Fall bei Colibri, Frankfurt. Das ist übrigens auch eine tolle Adresse vor Ort hier in Frankfurt Sachsenhausen – dribbedebach <3

Was soll ich sagen bzw. schreiben: Die Gläser sind ein Traum! Uneingeschränkte Sicht in alle Blickwinkel, ohne Schaukel- und Verzerrungseffekte. Für mich Gleitsicht auf allerhöchstem Niveau.
Des Weiteren sind die Gläser auch pflegeleicht – ein entsprechender Umgang gehört natürlich vorausgesetzt. Die Gläser sind ausgestattet mit Rodenstock Solitaire® 2. Das ist eine Premium-Veredelungen für Langlebigkeit, Entspiegelung und Kratzschutz, inkl. einer Reduktion von künstlichem Licht von Computern, Laptops und Smartphones. Ihr könnt euch vorstellen, das ist für mich quasi ein ein Must-Have.

Die Reinigung ist ein Kinderspiel. Weniger ist hier mehr. Das neue, innovative X-tra Clean Finish macht es möglich. Die oberste Schicht auf der Brillenglas Vorder- und Rückseite sind mit einer Premium-Veredelung versehen. Diese extrem glatte Oberfläche bewirkt, dass Schmutz kaum noch daran haften bleibt.
Das ist jetzt vielleicht alles etwas technisch im Detail C3PO, Xtra, Solitaire und DNEye…
da sieht man mal was im Hintergrund alles erforderlich ist und passiert, damit man man wieder eine klare Sicht hat, die die Augen unterstützt und nicht belastet.
Zurück zur Reinigung, und wenn dann doch mal Staub oder Flecken auf den Gläsern sein sollten, können diese schnell und unkompliziert entfernt werden. Spüli sollte übrigens nur selten zum Einsatz kommen, den die mittlerweile hohe Konzentration kann auf Dauer die Gläser porös machen. Damit ist also sehr sachte umzugehen.

Ich trage die Brille ja nun schon ein Weilchen und die Verschmutzung hält sich trotz Makeup sehr in Grenzen. Erste Hilfe ist mal kräftig über die Gläser zu pusten. Kaum zu glauben, aber wahr. Es ist, wie bei einem Lotuseffekt, der Schmutz bleibt einfach nicht haften.

Fazit: Eine wirklich gute Brille steigert die Lebensqualität enorm. Ich wiederhole mich mehr als gerne. Ich bin begeistert und bin mir ganz sicher, dies wird sicherlich nicht meine letzte Brille aus dem Hause Rodenstock sein.
Seid ihr neugierig geworden? Frei nach dem Motto “B.I.G. Vision® for all” findet ihr hier euren Rodenstock Augenoptiker vor Ort.
Denn eins ist glasklar: Klare Sicht aus allen Blickwinkeln ist nie verkehrt!

Danke an Rodenstock, den Concept Store und die ganzen optischen Innovation mal aus erster Hand erleben zu dürfen.

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6 Kommentare

  1. Guten Morgen liebe Simone,
    ich hatte schon auf diesen Blogbeitrag sehnsüchtig gewartet.Für mich ein spannendes Thema, hab ich mindestens 3 Gleitsichtbrillen, wo ich nicht mit zurecht komme, unbenutzt hier rumliegen.Die Adresse in meiner Stadt (Sehgenuss) wurde schon rausgesucht und ich lasse mich diesbezüglich eingehend beraten.Ich bin schon mehr als gespannt, in der Hoffnung tatsächlich eine Gleitsichtbrille zu finden, die für mich perfekt ist.Vielen Dank für die ausführliche Information.
    Liebe Grüße und noch einen schönen Sonntag
    Iris

    1. Liebe Iris,
      vielen Dank für Dein Feedback. Ich freue mich, dass ich Dich animieren konnte, einen neuen Anlauf im Bezug auf das Thema Gleitsicht zu nehmen und bin schon ganz gespannt, wie diesmal die Eindrücke & Erfahrungen sein werden.
      Ganz liebe Grüsse & Einen schönen Sonntag noch
      Simone

  2. Hallo Simone, ich wollte nie eine Gleitsichtbrille und vor ein paar Jahren ging es dann einfach nicht mehr anders.
    Viele in meinem Umfeld gingen zu den gängigen Ketten (und fast alle erzählten mir, sie kämen mit Gleitsicht nicht zurecht), ich blieb bei meinem kleinen Optiker und hatte nie Probleme!
    Gute Arbeit kostet, so ist es nicht nur beim Optiker.
    Rodenstock ist da sicher noch ne Hausnummer teurer, aber oftmals zahlt sich das aus.

    Btw, die Brille steht Dir mega.

    LG
    Andrea

    1. Liebe Andrea,
      vielen Dank für Dein tolles Feedback und Dein Kompliment. Ich gebe Dir absolut recht, da spart man an falschen Ende. Die Brille brauche ich täglich und da muss für mich einfach alles stimmen.
      Ich wünsche Dir einen schöne Abend
      Liebe Grüsse
      Simone

  3. Hallo Simone, danke für den ausführlichen Bericht. Ich saß vor wenigen Wochen tatsächlich auch so beim Optiker. Für mich ist es auch wichtig die beste Lösung für meine Fehlsichtigkeit zu finden. Zumal sich nahezu jedes Jahr die Werte verschlechtern… von daher sind gute Gläser so wichtig. Eine Frage: wie ist die Sehqualität mit den Kontaktlinsen? Ich meine den Wechsel von nah und fern?!
    Hab einen schönen Sonntag. Gruß. Maja

    1. Hallo Maja,
      vielen Dank für Dein Feedback. Ich stimme Dir voll und ganz zu, gute Gläser sind unerlässlich.
      Zu Deiner Frage: Ich komme mit meinen multifokalen Linsen sehr gut zurecht und auch hier ist eine gute Beratung und Anpassung durch einen Linsen-Spezialist unumgänglich.Jetzt mit meiner tollen neuen Brille werden dieser aber sicherlich weniger oft zum Einsatz kommen.
      Schönen Abend & Liebe Grüsse
      Simone

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